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Liebes Tagebuch,
es ist jetzt zwei Uhr nachmittags und meine Eltern schlafen immernoch. Ich kann rein garnichts tun, hier in diesem kleinen Haus, ohne Angst zu haben, meine Mutter zu wecken. Ob mein Vater aufwacht ist mir jetzt auch egal. :D Morgen ist Montag, endlich sehe ich ihn wieder. Wie ich mich freue! Ich habe ihn jetzt zu lange nicht gesehen, dass ich schon garkein richtiges Bild mehr von ihm in meinem Kopf habe. Nurnoch seine Jacke habe ich in Erinnerung. Diese eine Jacke, welche er immer trägt. Jeden Tag, seit ich ihn kenne! Und seine blasse Haut, so hell und so kalt wirkend. Ich hab mich sogar schon informiert, ob er villeicht eine Freundin hat.. Dabei komme ich mir vor wie ein Stalker, richtig widerlich. Aber von den Leuten, die ich gerfragt habe, weiß es keiner. Wieso muss das alles denn auch so kompliziert sein. Hätte er nicht einfach in meiner Klasse sein können? Es ist so komisch, ich schenke ihm jeden meiner Gedanken und er sieht mich einfach nur als Fremde. Der Tag an dem ich das erste mal über ihn nachgedacht habe. Vergangenen Mittwoch. Eine Französischstunde von mir war ausgefallen, also bin ich zu meiner Freundin in den Lateinunterricht gegangen, habe mich nach ganz vorne, an den freien Tisch gesetzt und Hausaufgaben gemacht. Dann hab ich plötzlich Papierkügelchen an meinem Hinterkopf gespürt. Alles was ich dachte war "Ist egal, dreh dich nicht um." Es war mir peinlich, ich kannte keinen aus der Lateinklasse und habe mich als 'nicht Dazugehörende' ein wenig fehl am Platz gefühlt. Aber nach einer Weile habe ich mich dann doch umgedreht. Um mich herum lagen lauter kleine Kügelchen aus Papier und der Mensch der mir dann gegenüber saß war dieser wunderschöne Junge und sein an dieser Stelle unwichtiger Freund. Beide grinsten mich an und seitdem bin ich wie gefesselt an ihn. Die beiden hatten über meine Haare gewettet. Ich habe einen leicht rötlichen Schimmer in meinem Haar und sie hatten gewettet, ob sie gefärbt sind oder ob das mein Naturfarbton ist. Er hat dann die Wette verloren. Die ganze restliche Lateinstunde in der fremden Klasse musste ich lächeln. Einerseits war ich einfach glücklich und andererseits lag es auch an diesem Jungen.. Dieses besondere Etwas, was er hat....

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